"Kommen Sie mal, Frau Heidenreich"
Sieh an, kurz vor Schluss der Nachtschicht passierte noch etwas erfreuliches. Aufgeregt stürmte sie in das Zimmer des Chirurgen. Sein Anliegen entsprach allerdings nicht ihren Erwartungen:
"Sie haben doch die Schulung bzgl. des SX-2999 mitgemacht? Nicht wahr?"
"Das war doch schon sechs Monaten und bisher ..."
"Egal, wir brauchen Sie jetzt. Sonst ist ja niemand geschult. Sie müssen nun assistieren, es geht um eine Notoperation. In etwa zehn Minuten wird der Hubschrauber ankommen, bis dahin muss die OP vorbereitet sein. Sie übernehmen den SX-2999."
Sie schluckte.
"Freuen Sie sich nicht? Jetzt kommen wir mal zusammen. Beruflich! Haben Sie da nicht drauf gewartet."
War es ein spöttisches oder freundliches Lächeln?
"Außerdem haben Sie so Gelegenheit ihr Wissen anzuwenden. Obwohl für weitere Pluspunkte in ihrer Personalakte bestimmt kein Platz mehr ist."
Die Schmeichelei gefiel ihr. Er war einfach nur freundlich! Sie nickte zustimmend.
"Sehen Sie! Wir sind bestimmt ein tolles Team"
Mit klopfendem Herzen folgte sie ihm. Unterwegs versuchte sie sich zu erinnern, was ihr Sabine über den SX-2999 erzählt hatte. Die Überwachung war genauso lässig wie beim SX-2100. Sie könnte ihm zusehen. Warum es wohl überhaupt einen 2999 gab?
Im OP-Saal stand das Gerät in der Ecke. Die Anzeige war gewohnt, nur die Meldung "Kalibrieren!" störte ein wenig. Vom 2100 wusste sie wie das ging und so machte sie sich an die Arbeit. Mit den Plus und Minusknöpfen galt es den Druck so einzustellen, dass die Anzeige zwischen den Zielwerten lag. Mit einem SX-2100 war das in ein paar Minuten erledigt. Danach wäre nur noch zu überwachen.
Diesmal dauerte es.
Das drängende "Können wir?" des Chirurgen trug nicht dazu bei die Kalibrierung zu beschleunigen. Der Patient lag in der Mitte, alle warteten auf ihr OK. Es waren nur Minuten, aber sie kamen ihr vor wie Stunden, bis sie das OK geben konnte. Sie sah dem Team zu. Zunächst plauderten sie entspannt, aber dann brach eine Hektik aus. Es kamen Bemerkungen wie "Was ist denn da nun los ...", "Au, da brauchen wir aber ..." und "Mist". Erschrocken kontrollierte sie die Anzeige und stellte sofort wieder den Druck ein. Ihr Blut pochte durch ihre Adern. Als sie dann "Puh" und "So gerade noch" hörte, schloss sie ihre Augenlider, atmete ein und sah dann nach oben.
"Danke" flüsterte sie.
Sieh an, kurz vor Schluss der Nachtschicht passierte noch etwas erfreuliches. Aufgeregt stürmte sie in das Zimmer des Chirurgen. Sein Anliegen entsprach allerdings nicht ihren Erwartungen:
"Sie haben doch die Schulung bzgl. des SX-2999 mitgemacht? Nicht wahr?"
"Das war doch schon sechs Monaten und bisher ..."
"Egal, wir brauchen Sie jetzt. Sonst ist ja niemand geschult. Sie müssen nun assistieren, es geht um eine Notoperation. In etwa zehn Minuten wird der Hubschrauber ankommen, bis dahin muss die OP vorbereitet sein. Sie übernehmen den SX-2999."
Sie schluckte.
"Freuen Sie sich nicht? Jetzt kommen wir mal zusammen. Beruflich! Haben Sie da nicht drauf gewartet."
War es ein spöttisches oder freundliches Lächeln?
"Außerdem haben Sie so Gelegenheit ihr Wissen anzuwenden. Obwohl für weitere Pluspunkte in ihrer Personalakte bestimmt kein Platz mehr ist."
Die Schmeichelei gefiel ihr. Er war einfach nur freundlich! Sie nickte zustimmend.
"Sehen Sie! Wir sind bestimmt ein tolles Team"
Mit klopfendem Herzen folgte sie ihm. Unterwegs versuchte sie sich zu erinnern, was ihr Sabine über den SX-2999 erzählt hatte. Die Überwachung war genauso lässig wie beim SX-2100. Sie könnte ihm zusehen. Warum es wohl überhaupt einen 2999 gab?
Im OP-Saal stand das Gerät in der Ecke. Die Anzeige war gewohnt, nur die Meldung "Kalibrieren!" störte ein wenig. Vom 2100 wusste sie wie das ging und so machte sie sich an die Arbeit. Mit den Plus und Minusknöpfen galt es den Druck so einzustellen, dass die Anzeige zwischen den Zielwerten lag. Mit einem SX-2100 war das in ein paar Minuten erledigt. Danach wäre nur noch zu überwachen.
Diesmal dauerte es.
Das drängende "Können wir?" des Chirurgen trug nicht dazu bei die Kalibrierung zu beschleunigen. Der Patient lag in der Mitte, alle warteten auf ihr OK. Es waren nur Minuten, aber sie kamen ihr vor wie Stunden, bis sie das OK geben konnte. Sie sah dem Team zu. Zunächst plauderten sie entspannt, aber dann brach eine Hektik aus. Es kamen Bemerkungen wie "Was ist denn da nun los ...", "Au, da brauchen wir aber ..." und "Mist". Erschrocken kontrollierte sie die Anzeige und stellte sofort wieder den Druck ein. Ihr Blut pochte durch ihre Adern. Als sie dann "Puh" und "So gerade noch" hörte, schloss sie ihre Augenlider, atmete ein und sah dann nach oben.
"Danke" flüsterte sie.